Rollcontainer

Rollcontainer - ein Möbelstück auf Wanderschaft

Rollcontainer - das klingt schon furchterregend praktisch. Ein Begriff wie vom Güterbahnhof. Und das passt auch zum Möbelstück. Schließlich muss ein Rollcontainer verschiebbar sein, Transport und Aufbewahrung von Dingen, meist Papieren und Akten, stellen seinen eigentlichen Daseinszweck dar. Ein Rollcontainer gehört zur Kategorie der Büromöbel. Damit ist das Urteil über sein Äußeres gesprochen. Er ist kantig und praktisch - irgendwie ein wortkarges Möbel, das sich am liebsten unter den Schreibtisch verkrümelt. Natürlich gibt es Varianten in Farbe, Struktur und Material der Oberfläche und der Griffe.

Was macht einen Rollcontainer aus?

Schubladen müssen sein, meistens drei mit von oben nach unten zunehmender Geräumigkeit. Die oberste Schublade ist für den täglich gebrauchten Büro-Kleinkram wie Stifte, Klammern, Schere und Klebzeug. Darunter warten Papier oder Formulare auf ihren Einsatz. In der untersten Schublade finden Aktenordner ihren Platz oder aber es gibt zwei Schienen, um praktische Hängemappen unterzubringen. Die Möglichkeit, eine oder mehrere Schubladen abzuschließen, ist ein Pluspunkt, aber nicht in jedem Fall notwendig. Ohne Rollen kein ´Roll`-Container. Sie müssen stabil und leichtgängig sein, weil beträchtliches Gewicht auf ihnen lastet. Was die Frage nach dem Unterschied zwischen theoretischer und praktischer Beweglichkeit aufwirft. Ein Rollcontainer ist kein Langstreckenfahrzeug im Wohnungsmaßstab. Ein etwas weicherer Teppich stellt für ihn das finale Hindernis dar. Verschieben von einem Zimmer ins andere, vielleicht sogar um mehrere Ecken herum, bedeutet Schwerathletik und ramponiert eventuell den Boden.

Warum gibt es überhaupt Rollcontainer?

Schließlich wird ein Rollcontainer fast immer in unmittelbarer Nähe eines Schreibtisches gesichtet. Dabei fällt auf, dass der Rollcontainer nichts anderes ist als ein losgelöstes, mit Rollen versehenes Seitenteil eines normalen Schreibtisches. Manche Hersteller tragen dem Rechnung, indem sie für denselben Aufbau Rollen oder Kunststoff-Füße anbieten. Im letzteren Fall würde es sich also um eine Ausbaustufe eines überlasteten Schreibtischs handeln. Im Gegenzug kann ein Rollcontainer einen normalen Küchentisch in einen bequemen Arbeitsplatz verwandeln. Im Idealfall ist der Boden glatt, der Rollcontainer wartet in seiner Ecke auf den Einsatz, wird drei Meter geradeaus geschoben und schon kann das Werk beginnen. Hier bewährt sich geschickte Planung. Eine andere Einsatzmöglichkeit ist der Schreibtisch ohne Seitenteile. Verschwindet der Rollcontainer unter der Platte bietet er eine niedrige Ablagefläche. Die wird zur Schreibtischerweiterung, sobald er bei Bedarf nach vorne gezogen wird. Der Papierkram, der den Schreibtisch bedeckt, findet ein Ausweichquartier oder es bietet sich in angenehmer Höhe eine Arbeitsfläche für den Laptop.